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Samstag, 14. August 2010
Officium Parvum B.M.V., Laudes
Der zweite Teil des Quem Terra dient als Hymnus der Laudes.
An der Übersetzung bin ich gescheitert. Mittelalterliches Dichter-Latein zu übersetzen, ist echt eine Qual. Kann mich jemand unterstützen?
Officium Parvum B.M.V., Matutin
Liebfrauen heißt die Gemeinde, der ich angehöre. Und heute ist unser Patrozinium (Frage an die Spezialisten: müßte es in diesem Fall nicht Matrozinium heißen? Ist ja nur so eine Frage.)
Die Matutin des Officium Parvum hat das "Quem terra, pontus, sidera" (notabene aethera) als Hymnus, ebenso das Breviarium Romanum. Die Version mit "aethera" scheint die ältere zu sein. Der Hymnus wird im allgemeinen dem Dichter Venantius Fortunatus. zugeschrieben.
Den Erde, Seen und Lüfte,
Preisen, rühmen, anbeten
Der beherrscht ihr dreifach Element
Den trägt Mariens Leib
Dem Mond, die Sonn´, das All
Allezeit eifrig dienen,
Den trägt eines Mädchens Eingeweid,
Voller himmlischer Gnade
Seligste Mutter, Gnadenschatz,
Dein allerhöchster Schöpfer
Dessen Hand hält Himmel und Erd´
In Deinem Leib, wie in der Lade liegt
Gesegnet durch des Himmels Bot´
Gesegnet durch den Heilgen Geist
Den alle Völker ersehnten
wurd durch Dich als Mensch geboren
Jesus, Dir sei Ehre,
Der durch die Jungfrau geboren,
Und dem Vater und dem Nährer-Geist,
In aller Ewigkeit.
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Marienfeste,
Officium parvum BMV
Mittwoch, 11. August 2010
Ad Vesperas etc.
Für Laien, die das Stundengebet sprechen oder singen wollen, empfehle ich, nachdem ich mich selbst jahrelang mit der Materie - muß ich schon so sagen - herumgeschlagen habe am ehesten das Officium Parvum B.M.V. Es ändert sich - was auch ein Nachteil sein mag - nicht jeden Tag im Text und in den Melodien, es gibt lediglich für den Advent, die Weihnachtszeit und die Osterzeit abweichende Antiphonen und entsprechende andere Psalmodien zu den gleichbleibenden Psalmen. Diese Einfachheit erklärt die große Beliebtheit des Officium Parvum seit der Renaissance bis in die Neuzeit.
Das Officium parvum war dabei keineswegs ein Gebet ausschließlich für die Laien, es wurden ebenso von Klerikern und Ordensangehörigen neben und zusätzlich zu dem Stundengebet gesungen. Wie weitverbreitet diese Praxis vor allem in Nordeuropa war, läßt sich an den alten Bauplänen der nordeuropäischen Kathedralen nachvollziehen. Fast alle Kathedralen und alle größeren Kirchen besaßen hinter dem Hauptaltar, also am weitesten östlich, gewissermaßen im Innnern des Mysteriums ein Marienkapelle, die vorwiegend der Zelebration des officium parvum diente.
Die Alternative besteht darin - so wie es Erzbischof Lefebvre für seine Bruderschaft angeregt hat, sich alltags auf die kleinen Horen Prim, Sext und Komplet zu beschränken. Aber auch da ändert sich der Text schon wesentlich häufiger, da er sich am Breviarium Romanum orientiert, noch häufiger ändern sich die Melodien. Aber das bleibt noch relativ übersichtlich. Hinzugefügt sind noch an Sonntagen die Laudes und die Vesper. Bei den Antiphonen zum Benedictus (Laudes) und zum Magnificat (Vesper) muß das kleine Büchlein, das die Bruderschaft herausgibt, schon passen. Die ändern sich nämlich jeden Tag, so daß wieder ein Rückgriff auf das Brevier nötig ist, bzw. für den, der die Antiphon singen will, auf das Antiphonale.
Da bleibt es dann faktisch bei der Beschränkung auf die drei kleinen Horen Prim, Sext und Komplet, was eigentlich ganz sinnvoll ist. Jedenfalls ist all dies noch wesentlich unkomplizierter, dabei aber sinniger, als das sehr fleissig bearbeitete aber letztlich untaugliche Kleine Stundenbuch.
Es gibt leider derzeit keine brauchbare Ausgabe des officium parvum in deutscher Sprache, auch die englische Version des Baronius Verlags, auf die ich schon hingewiesen habe, hat ihre Macken. Aber wenn das Studengebet für Laien wieder in Mode kommt, kommt vielleicht auch wieder eine brauchbare Fassung in deutscher Sprache. Wer meine Ansätze brauchbar findet, mag sich melden. Mit ein bißchen Ermunterung mach ich gerne weiter. Noch dankbarer wäre ich für sachkundige Kritik und brauchbare Anregungen, wie es besser zu machen sei.
Als Anregung eine von Guillaume Dufay vertonte Fassung des Ave Maris Stella, das allabendlich zur Vesper des officium parvum gesungen wird.
Sonntag, 8. August 2010
Komplet
"Die Sonntagskomplet ist das ideale Gebet für die fromme Seele, Nach den Stürmen des Tages sucht der vierte Psalm die Seele zur Ruhe zu bringen. Dies ist die Zeit, um Halt zu sagen, des Tages Arbeit zu beenden, alles auszuschließen außer dem Einen, dem Gedanken an Gott. Dies ist die Zeit, um die Orientierung unser Lebens auf Gott hin zu erneuern. Dies ist die Zeit, um zurückzukommen, zur Rast in Gottes Frieden. Einmal mehr erkennen wir, daß uns die Welt betrügt mit sündigen Freuden, nichts als lauter Lügen und Nichtigkeiten, zerbrechlich wie schillernde Seifenblasen. Wir erkennen, daß nur wahre Frömmigkeit einen wirklichen Wert hat. Das Licht der Gnade Gottes erleuchtet die fromme Seele, tiefe Freude überflutet sie, Friede wohnt in ihrem Herzen, und die Hoffnung auf die ewige Heimat im Himmelreich ist der starke Anker in der See des Lebens.
Während der erste Psalm der Komplet im Ton Ruhe und Schutz vermittelt, ist Psalm 90 positiv und aktiv. Die Seele fühlt sich sicher unter Gottes schützenden Flügeln. Während um uns der Kampf tobt, ruht die Seele, tief verwurzelt im Vertrauen auf Gott. In der Mitte von Nacht und Schrecken weiß sie von Gottes Schutz. Dieser Psalm ist unübertroffen als Abendgebet. Dieser Psalm gibt uns die Gewissheit, daß wir sicher sind in Gottes Hand, und erneuert unser Vertrauen, daß wir als Kinder Gottes über alle unsere Feinde siegreich sein werden.
Der letzte Psalm macht uns zu Wächtern des Tempels, denen Schlaf verboten ist: "Ihr müßt wachen, die Welt braucht euer nächtliches Gebet, damit uns der Feind nicht überwältigt." Das Stundengebet ist unsere Waffe! " (Aus der Einleitung zur Sonntagskomplet (Officium Divinum, abridged for Use of the Laity, Angelus Press))
Das Bild stammt aus dem englischen Blog der Dominikaner.
Samstag, 7. August 2010
Qui cantat, bis orat
@Elsa
Qui cantat, bis orat ist ein angebliches Zitat des großen Philosphen, Theologen und Dichters Aurelius Augstinus. So hat er es allerdings nie gesagt, das einzige Zitat, daß diesem angeblichen Ausspruch am nächsten kommt lautet:
Qui enim cantat laudem, non solum laudat, sed etiam hilariter laudat; qui cantat laudem, non solum cantat, sed et amat eum quem cantat. In laude confitentis est praedicatio, in cantico amantis affectio...
übersetzt:
Wer nämlich den Lobpreis singt, lobt und preist nicht nur, sondern preist voller Heiterkeit; wer den Lobpreis singt, singt nicht nur, sondern liebt auch den, dem er singt. im Lob des Bekenners und Gläubigen ist immer auch die Predigt, das öffentliche Bekenntnis, im Gesang des Liebenden ist die Sehnsucht nach dem Geliebten.
Daß also das (Stunden-)Gebet der Kirche zu singen sei, war den Betern früherer Zeiten ungemein wichtig. Ein gesprochenes Gebet war gewissermaßen nur ein halbes Gebet. Benedikt, der etwa ein Jahrhundert nach Augustinus das Gundgesetz seines Ordens schrieb, spricht in seiner Regel wie selbstverständlich davon, daß die Introiten, Psalmen, Antiphonen, Responsorien und Versikel gesungen werden. Seine Regel gab den damaligen Stand wieder, und regulierte die bis dahin übliche Praxis in einer Form, die bis in die revolutionären 60er des vergangenen Jahrhunderts für alle Orden, Kleriker, das Stundengebet betende Laien, verbindliche Richtschnur blieb.
Misst man nun das Neue Deutsche Stundenbuch an diesem Maß, nämlich das doppelt betet, wer singt, so singt der Neue Deutsche Beter gewissermaßen nur 1,5fach. Mir fiel das, nachdem ich mich Jahre mit dem "Kleinen Stundenbuch"und dem Deutschen Antiphonale abgemüht hatte, gewissermaßen blitzartig auf, als ich das erste Mal eine benediktinische Schola (der Benediktinerinnen der Abtei St. Hildegard) die Komplet singen hörte. Es fiel mir wie Schuppen von den Augen (Oder man sollte vielleicht, um im Bilde zu bleiben, sagen, daß mir die Bohnen aus den Ohren fielen). Das, sagte mir meine Intuition, ist die wirkliche, die eigentliche, die ursprüngliche und auch die zukünftige Form des liturgischen Gebets.
Danach hab ich den lieben Nonnen erst einmal alles abgekauft, was zum Thema gregorianischer Choral im Buchladen zu haben war, das Kleine Stundenbuch, das für einige Jahre meine bestgehüteter Schatz war, ruht nun in einer stillen Ecke meines Bücherregals für die besten Bücher. Die allerbesten Bücher stehen aber nun in meinem Nachtschrank, und dazu gehört das wieder in einer sehr liebevoll gestalteten Ausgabe nachgedruckte Breviarium Romanum und das 1934 bei Desclee & Co erschienene Antiphonale Monasticum Pro Diurnis Horis, das ich bei den Schwestern gekauft habe. Ein Liber Usalis besitze ich in elektronischer Form.
Was den Unterschied ausmacht, will ich am Hymnus der Komplet erläutern.
Schon die Übersetzung zeigt, daß der Übersetzer nicht etwa nur mit der lateinischen Sprache gerungen hat, so lautet Vers 2 des Originals wie folgt:
Procul recédant sómnia,
Et nóctium phantásmata:
Hostémque nostrum cómprime,
Ne polluántur córpora.
In etwa wörtlich:
Ferne bleiben die Traumgebild´,
und Trug und Wahn der dunklen Nacht:
Den Feind, den Gleisner halte fern,
daß uns´ren Leib er nicht befleckt.
Das NeuDeuStuBu:
Hüllt Schlaf die müden Glieder ein,
laß uns in Dir geborgen sein,
und mach am Morgen uns bereit
zum Lobe Deiner Herrlichkeit.
Hübsch gereimt, aber nicht wirklich übersetzt, wir haben es hier offenkundig mit einer Neudichtung zu tun, in der, typisch deutschkatholisch, schwierige, für die niederschwellige Pastoral unserer Tage untaugliche Wörter wie Wahn, Feind, Befleckung fehlen.
Das Neue Stundenbuch versucht, den Verlust an Text-Sinn dadurch wettzumachen, daß nunmehr eine Vielzahl von Hymnen, nämlich statt einer einzigen deren acht zur Auswahl stehen. Die Auswahl ist - nebenbei gesagt - sehr beachtlich. Doch den Verlust an Text-Tiefe kann das nicht wettmachen. Das Ganze wird vielmehr nunmehr textlastig, statt - um zum Punkt zu kommen - auf den Choral zentriert.
Daß ein Hoher Festtag gefeiert wird, oder daß der Zyklus wechselt, drückt sich in der überkommenen Komplet durch eine andere Singweise des immer gleichen Hymnus aus. In dem Anhang zum für die Laien vereinfachten Stundenbuch der Piusbruderschaft finden sich 17 verschiedene Singweisen des Hymnus der Komplet für die Zeiten und Hochfeste des Jahres. Grundsätzlich sind die Weisen gegen unendlich, denn jeder Orden, jede katholische Gemeinschaft hat ihre eigenen, feierlichen Melodien. Mnemotechnisch gesehen, ein großer Vorteil, wer nicht lesen und schreiben konnte, und das konnten bis in unsere Tage die wenigsten, konnte mit weit weniger Mühe sich Text und Melodie einprägen.
Das Neue Stundenbuch kennt nur noch drei Singweise des Hymnus der Komplet, und diese drei sind grob vereinfacht. Der Hymnus ist nur noch syllabisch vertont, während sich in der überkommenen Singweise die Freude der Hochfeste oder der Festzeiten in komplexen, melismatischen Melodien ausdrückt.
Von anderen Vereinfachungen, dem Wegfall von Orationen, der Reduzierung der Zahl der Psalmen u.ä. ist hier nicht die Rede, insgesamt ist wohl mehr Text, aber weniger Einfachheit, und das in einem tieferen Sinn.
wie groß und tröstlich es ist, sich in seinem täglichen Beten Schulter an Schulter zu wissen mit Tausenden auf der Welt, die um die gleiche Zeit die gleichen Gebete sprechen .... wenn die Gebete, die wir sprechen, überall in der Welt zur gleichen Zeit (wenn auch in verschiedenen Sprachen) verrichtet werden, wird das Bewußtsein der Gemeinschaft vor Gott stärker. Es ist ja eine Gemeinschaft, die nicht nur nach links und rechts reicht: sie reicht auch nach rückwärts. So betet die Kirche durch die Jahrhunderte, ...
heißt es im Vorwort zum Kleinen Stundenbuch. Aber genau diesem Anspruch wird das Stundenbuch eben nicht gerecht. Es sind nunmehr unterschiedliche Gebete, sie werden in unterschiedlichen Sprachen gesprochen, zu unterschiedlichen Zeiten und der Bruch mit der Tradition ist kaum zu unterschätzen. Es ist nicht mehr das eine "Te lucis ante terminum". Es ist eben nicht mehr das eine Stundengebet, daß eben trotz einiger künstlerischer Freiheiten, doch immer noch dasselbe war, das Benedikt in den Kapiteln 8 bis 20 seiner Regel verbindlich machte.
Das Bild zeigt meinen Lieblingsorden, die Francescani dell´Immacolata beim feierlichen Gesang der Tenebrae.
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Dienstag, 14. April 2009
Mission not completed
Vor Beginn der Fastenzeit hatte ich mir vorgenommen, für den Hausgebrauch einen kleinen Ausschnitt des Breviers zusammenzustellen, zu übersetzen, in meinem alten Antiphonale nachzusehen, ob es Melodien dafür gibt, in der Hoffnung, eine kleine, handhabbare Fassung des Breviers für nicht ganztägig dem Gebete sich Hingebende zu erarbeiten. Daß dies für einen normal berufstätigen Menschen ein wenig zu viel des Guten war, fiel mir alsbald auf. Aber ein Ergebnis hat das ganze Projekt denn doch. Immerhin ist es ja erhebend, bei dieser Arbeit festzustellen, daß andere ihre Mühe auch schon diesem Projekt widmeten. Ein "Kleines Officium" gab es schon immer. Die Damen und Herren auf dem obigen Bild - es handelt sich um eine Skizze, die Hans Holbein d.J. als Vorarbeit für ein Gemälde anfertigte - halten vermutlich eine kleines Gebetbuch mit dem Officium parvum BMV in Händen.
Was da an wunderschönen Büchern unter dem Namen "Stundenbuch" so manche Museumssammlung ziert, war nichts anderes, als eben dieses "Kleine Officium", das "Officium parvum Beatae Mariae Virginis". Am Ende des 14. Jahrhunderts gab es eine richtige Konjunktur für diese kleinen Büchlein, meist wundervoll ausgeschmückt und mit viel Liebe gebunden. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts ersetzte das Officium parvum für kleine Ordensgemeinschaften und Laien das "große" Brevier.
Daß in meiner norddeutschen Heimat die Begeisterung für das kleine Officium so groß war, daß man zur Zelebration sogar eigene "Marientiden"-Kapellen baute, wußte ich bisher nicht.
Diese Andachts- und Gebetspraxis fiel unter anderem der Reformation zum Opfer, denn vor allem in Nord- und Westeuropa war das Officium parvum zu hause. Den Rest besorgte dann die Liturgiereform (ich behaupte ja nicht, das die LF an allem schuld war, aber in diesem Fall sind Täter und Opfer eindeutig zu identifizieren)
Die Skizze gehört zu einem durch einen Brand verloren gegangenen Bild des Haushalts des Lord Chancellor Henry VIII, St. Thomas Morus.
Freitag, 3. April 2009
De ore leonis, libera me, Domine

et a cornibus unicornium humilitatem meam.
Vor dem Rachen des Löwen errette mich, Herr, und meine Niedrigkeit vor dem Horn des Einhornes. Dies ist der Text des Responsoriums der Sext, des mittäglichen Stundengebetes in der Ordnung des vorkonziliaren Breviers für die Passionszeit.
Diese Textstelle ist, oder besser war, nachdem die Vulgata wie auch die Lutherbibel von "modernen" Bibelübersetzungen abgelöst wurde, der letzte Zufluchtsort des Einhorns vor seinen Verächtern. Denn, so hören wir, das Einhorn war mit dem hebräischen Re´em des Urtextes (z.b. Psalm 22,21), das die griechische Septuaginta mit monoceros übersetzte, ja gar nicht gemeint. Moderne Übersetzungen übersetzen also mit "Auerochs" oder "wilder Stier".
Was nun mit dem hebräischen Re´em gemeint war, weiß in Wirklichkeit keiner dieser modernen Übersetzer so ganz genau. Und ich habe da meine Zweifel, ob die Übersetzer des 20.igsten Jahrhunderts es wirklich so viel besser wissen können, als die legendären 70 Gelehrten, die die hebräische Bibel im 3. bis 2. Jahrhunderts vor Christi Geburt in die griechische Verkehrssprache der jüdischen Diaspora übersetzten. Eher wollten sie wohl deutlich machen, daß mit dem monoceros ein wildes, gefährliches Tier von gewaltiger Kraft gemeint ist, ein Tier wie der gewaltige, fliegende Ziegenbock, den der Prophet Daniel im 8 Kapitel beschreibt.
Ich glaube an das Einhorn.
Darstellungen des Einhornes finden sich auf Tapisserien und Bildern, aber auch auf Altären des Mittelalters. Diese stammt aus dem 15. Jahrhundert
Dienstag, 24. Februar 2009
Gelübde
Das Neue Jahr beginnt bekanntlich mit guten Vorsätzen (mit denen angeblich die Straße zur Hölle gepflastert sein soll). Die Fastenzeit beginnt mit Gelübden. (Z.B. 40 Tage kein Nutella mehr essen.) Oder die Prim, die Sext und die Komplet des Breviarium Romanum für mein liebes Eheweib (und wer es auch immer lesen, beten und singen mag) zu übersetzen, zu schreiben, zu formatieren und im pDF-Format abzuspeichern.
Bei dieser Gelegenheit entdeckt, daß sich zwar auf dieser weiten katholischen Welt keine deutsche Übersetzung des "Iam lucis orto sidere" findet, wohl aber im Evangelischen Gesangbuch, und von Jochen Klepper.
Schon bricht des Tages Glanz hervor
Voll Demut fleht zu Gott empor
Daß was auch diesen Tag geschieht
Vor allem Unheil er behüt.
Er halte uns die Lippen rein;
Kein Hader darf uns heut entzwein
Er mache unser Auge frei
Und zeige, was da eitel sei.
Ringt um des Herzens Lauterkeit,
Legt ab des Herzens Härtigkeit
Des Fleisches Hoffart beugt und brecht
Und Trank und Speise brauchet recht
Auf daß, wenn dann die Sonne sinkt,
Und Dunkel wieder uns umringt
Wir ledig aller Last der Welt
Lobsingen dem im Sternenzelt
Lob dem, der unser Vater ist
Und seinem Sohne Jesu Christ
Dem Geist auch, der uns Trost verleiht
vordem, jetzt und in Ewigkeit. Amen
Das Bild zeigt den kunstvollen Einband eines alten Breviarium romanum
Freitag, 20. Februar 2009
Et beata ubera ...

Sacrosánctæ et indivíduæ Trinitáti,
crucifíxi Dómini nostri Jesu Christi humanitáti,
beatíssimæ et gloriosíssimæ sempérque Vírginis Maríæ fœcúndæ integritáti,
et ómnium Sanctórum universitáti
sit sempitérna laus, honor, virtus et glória ab omni creatúra,
nobísque remíssio ómnium peccatórum,
per infiníta sæcula sæculórum.
R. Amen.
V. Beáta víscera Maríæ Vírginis, quæ portavérunt ætérni Patris Fílium.
R. Et beáta úbera, quæ lactavérunt Christum Dóminum.
R. Et beáta úbera, quæ lactavérunt Christum Dóminum.
So heißt es am Ende des Gebetes nach dem Stundengebet.
Der Allerheiligsten Einen Dreifaltigkeit
unsres gekreuzigten Herrn Jesu Christi Menschheit,
der seligsten und glorreichsten allzeit jungfräulichen Gottesmutter Mariae Reinheit,
und der Gemeinschaft aller Heiligen Einigkeit,
sei ewiglich Lob, Ehre, Kraft und Ruhm von aller Kreatur
und uns sei Vergebung aller Sünden
von Ewigkeit zu Ewigkeit
V.: Gebenedeit sei der Leib (wörtlich:die Eingeweide), der den Sohn des ewigen Vaters trug,
R.: Und gebenedeit seien die Brüste, die Christus den Herrn säugten.
Mit Mühe, aber keineswegs ohne Ertrag arbeite ich mich durch mein Lieblingsbuch.
Wenn man dieses Gebet knieend nach dem Stundengebet spricht, kann man, nach Pius X. einen Ablaß von 3 Jahren erwerben.(S. Pen. Ap., Dec. 1, 1933) Aber nur, wenn man kniet. Stehen gilt nicht.
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