Sonntag, 28. Juni 2009

Also Jungs ...

   das müßt ihr unbedingt noch lernen: Es muß bei Eurem nächsten Auftritt als Reigensbörg Gospel Choir mehr Dynamik ins Bild. Und ein bißchen mehr Farbe täte auch gut. Nehmt Euch doch mal ein Beispiel an denen hier. Ansonsten ist die Dynamik der Aufstellung schon nicht schlecht. Keilförmig, der Lead-Sänger fehlt noch an der Spitze.
   Wie? Das ist gar nicht der Auftritt des Reigensbörg Gospel Choir sondern der Primizsegen der von Bischof M. neu gesegneten Jungpriester? Hätt ich nicht gedacht. Ehrlich.

Mit einer gewissen Verzweiflung hab ich versucht rauszufinden, was - außer der Umgebung - auf den christlichen Charakter der obigen Veranstaltung hinweist. Nichts. Nicht mal ein klitzekleines Kreuzchen. Selbst bei größtmöglicher Vergrößerung zeigen sich auf diesen Kitteln allenfalls geometrische Symbole. Formloser gehts nimmer.

Samstag, 27. Juni 2009

Und wieder mit ...

   Gänzlich ohne Presseaufmarsch, bischöfliches Säbelrasseln (oder sagt man Stabklappern ?) noch eine Priesterweihe. Ohne allzugroßes Aufsehen weihte die Petrusbruderschaft ebenfalls am 27.Juni  in Wigratzbad fünf Priester.
    Während sich Bischof Müller selbst bei der Freiwilligen Feuerwehr in Zaitzkofen unbeliebt macht.

Gruppenbild ohne ...

   Ja auch Bischof Müller, Pius-Brüder-Fresser vom Dienst, hat ein paar Diakone zu Priester geweiht. Bißchen fade, die Kittelchen, die unsere Neupriester tragen. Läßt es sich auf den ersten Blick erkennen, daß es sich hier nicht um den diesjährigen Betriebsausflug des Männergesangsverein "Harmonia" handelt, sondern um eine Priesterweihe? Eischentlisch nett wie man hierorts, im finsteren Odenwald, sagen würde. Immerhin trägt ja einer eine Bischofsmütze und einen Krummstab, aber man könnte sich sonst beinahe vertun.
   Nun mein Lieblingsbischof Müller wäre nicht Müller, wenn er nicht zuvor, selbstverständlich zum passenden Anlaß, nämlich zum Priesterjahr, in der ihm eigenen von Geist der brüderlichen Nächstenliebe geprägten dezenten Schreibe über die FSSPX herniedergedonnert hätte. "Splittergruppe", "ultrakonservativ", "liturgischer Look der 50er Jahre", "schismatischer Angriff auf die Einheit der Kirche", "häretische und schismatische Tendenzen" usw. usf..
   Nun ja, obiger Auftritt repräsentiert ja ziemlich authentisch den "liturgischen Look der 60er Jahre" für den Bischof Müller sich mit flammenden Worten in die Schlacht wirft. Ehrlich gesagt Jungs, ich bin ja nicht unbedingt ein Anhänger des FSSPX-Neo-Barock, aber das sieht echt ... na ja, es sieht nicht gut aus.
   Wenn man die Bilder der Priesterweihe und des Primizsegens Regensburg und Zaitzkofen vergleicht, kommt man schon ins Grübeln, welche Feier wohl als "katholischer" gesehen wird.

Gruppenbild mit Manipel

   "Alles wie immer" titelte die FAZ in einem Artikel zur heutigen Priesterweihe in Zaitzkofen, also mit freiwilliger Feuerwehr, Bürgermeister, Frauenkränzchen. Eben gemütlich, so wie es halt auf dem Dorf zugeht. Hier also eines der ersten Bilder des erderschütternden Ereignisses. Sieht irgendwie gar nicht so gefährlich aus. 
   Wie es sich gehört, u.a. mit Albe, Casula, Dalmatik und Manipel = ursprünglich ein Schweißtuch, also ein Tuch, um Schweiß und Tränen abzuwischen.
Mérear, precor, Dómine, manipulum portáre mente flébili; ut cum exsultatióne portiónem accípiam cum iustis.
   Wird heute nicht mehr getragen (ich meine die Manipel) und nicht mehr gebetet (obiges lateinische Gebet), Schweiß und Tränen sind, wie es scheint, ebensowenig zeitgemäß wie Tod und Teufel.

Michael Jackson. Requiem aeternam dona ei


   Als Michael Jackson seine Solokarriere begann, war ich schon längst aus dem Alter heraus, in dem ich mich von Moonwalks oder fetziger Tanzmusik hätte beeindrucken lassen. Ich war verheiratet, fing an, eine Anwaltskanzlei aufzubauen, und sorgte mich um meine beiden kleinen Kinder. Dies - der Earth song - war MEIN Michael-Jackson-Tophit. Er singt von einer brennenden Erde, von den Killing Fields von Krieg und von der Hoffnung. Der Video-Clip (1995) nimmt Bezug auf den Bürgerkrieg in Jugoslawien. Am 11. Juni 1995 ereignete sich das furchtbarste Massaker des Bürgerkriegs, das Massaker von Srebrenica
   Der Earth song hielt sich Ende 1995 sechs Wochen lang in den deutschen Charts auf Platz 1. Für einen bemerkenswert politischen Song ein beachtlicher Erfolg. 
   Requiem aeternam dona ei, Domine, et lux perpetua luceat ei, requiescat in pace.