Montag, 22. September 2008

Maria, lieblich ausgedrückt

Ich sehe Dich in tausend Bildern,
Maria, lieblich ausgedrückt,
Doch keins von allen kann dich schildern,
Wie meine Seele dich erblickt.

Ich weiß nur, daß der Welt Getümmel
Seitdem mir wie ein Traum verweht
Und ein unnennbar süßer Himmel
Mir ewig im Gemüte steht.
Novalis

Meine Lieblingsmadonna steht in St. Leonhard Frankfurt am Main.

Sonntag, 21. September 2008

Alles so schön bunt hier,

    Als ich den Antrag stellte, Katholik werden zu dürfen, sandte mir das Amt zu meiner Verblüffung einen Fragebogen. Dort war auszufüllen, warum ich denn der katholischen Kirche beitreten wolle. Spontan wollte ich eintrage, es sei eben alles so schön bunt hier.
    Ich hab mir dann was Vernünftigeres ausgedacht. Und so schön bunt war es dann in meiner Gemeinde auch wieder nicht. Aber wer sucht, der findet, zum Beispiel bei Gemeinden, wie St. Leonhard in Frankfurt, die die Messe im "usus antiquior" feiern. 

Samstag, 20. September 2008

Wowi, Schnarri, Volki, der CIA und die Fürstin

    Unsere ganz schöne, ganz katholische und ganz und gar nicht maulfaule Fürstin hat sich wieder einmal mit der versammelten Hohepriesterschaft der Political Correctness angelegt. Da hat sie doch tatsächlich behauptet, im Kampf gegen die AIDS-Seuche habe die Safer-Sex-Strategie offenkundig versagt. Wer nur auf Condome setze, verfolge eine gescheiterte Strategie. Die Politik der katholischen Kirche, die stattdessen auf die Werte christlicher Moral setze, sexuelle Enthaltsamkeit und eheliche Treue fordere, sei offenkundig erfolgreicher. Wo die Kirche in Afrika stark und politisch einflußreich sei, wie in Uganda, sei auch die Neuinfektionsrate gering.
    Das konnten Wowi (ichbinschwulunddasistgutso Klaus Wowereit), Volki (Schwulenfunktionär Volker Beck) und Schnarri (Sabine Leutheusser-Schnarrenberg) nun gar nicht so stehen lassen.
     Die Fürstin sei eine "ethische Analphabetin", meint Volki, Gloria lebe in einer "mittelalterlichen Gedankenwelt" meint Schnarri, und Wowi sagt, daß die Äußerungen der Fürstin nicht nur dumm und verantwortungslos seien, in Afrika könne sie auch sehen, was Sex ohne Kondom anrichte.
    Fragen wir also die bestinformierte Institution dieser Welt, den CIA, und die offizielle Statistik der katholischen Kirche, was an welcher These verifizierbar ist.
Uganda: HIV-Rate 4,1 %, Katholiken: 41,9 %; 
Swaziland: HIV-Rate: 38,3 %, Katholiken: 5,56 %; 
Botswana: HIV-Rate 37,3 %, Katholiken 4,78%; 
Südafrika: HIV-Rate 21,5 %, Katholiken: 6,36%; 
Ruanda: HIV-Rate 5,1%, Katholiken: 47,92%; 
Burundi: HIV-Rate: 6%, Katholiken 65,25%, womit es nun auch mal genug sein soll. 
    Auch die Infektionsraten in der schwulen Szene sprechen Bände
    Die Unfähigkeit, mit Zahlen umzugehen, nennt man Dyskalkulie.

Donnerstag, 18. September 2008

Zwei Rosenkränze

    Knöpfe, grobes Garn, ein einfaches Kreuz, ein Rosenkranz, wie er primitiver nicht sein könnte. 
    Holzperlen, Bindfaden, ein hölzernes Kreuz aus dunklem Holz, ein Rosenkranz, wie er bescheidener nicht sein kann. 
    Beide Rosenkränze gehören Frauen, Frauen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Ingrid Betancourt stammt aus einer alteingesessenen einflußreichen Familie, hat eine anspruchsvolle Bildung genossen, lebte gewiß nicht in ärmlichen Verhältnissen.
    Bernadette Soubirous, die Seherin von Lourdes, wächst in Armut auf, verfügt über wenig bis gar keine Bildung, spricht noch nicht einmal die Hochsprache Frankreichs, sondern einen für städtische Franzosen fast unverständlichen spanisch-französischen Dialekt.
     Aber beide haben gemeinsam, daß eine einfache Kette, die zum Abzählen immergleicher Gebete dient, ihr teuerster Besitz ist. 
    Für Bernadette ist es wirklich fast das einzige was sie an nennenswertem Eigentum besitzt, und sie läßt sich diesen einzigen Besitz auch für alles Geld der Welt nicht abkaufen, denn diese Kette verbindet sie mit der "Dame", die ihrem Leben eine neue Richtung gegeben hat.
     Für Ingrid Betancourt war ihre Kette sechs Jahr lang die Verbindung zur Hoffnung auf Befreiung aus der Gefangenschaft. (Das Bild der Hände Ingrid Betancourts ist anläßlich einer Dankes-Wallfahrt in Lourdes augenommen)

Samstag, 13. September 2008

Gedächtnis der Schmerzen Mariens 15. September


Das Fest des Gedenkens an die Sieben Schmerzen der Jungfrau und Gottesmutter Maria wird zweimal im Kirchenjahr gefeiert. Am Freitag vor Palmsonntag und am 15. September. Der zweite Termin im Jahr wird allgemein mit dem Servitenorden  in Verbindung gebracht. Die "Servi Mariae" entstanden 1233. Sieben reichen florentinischen Kaufleuten erschien am 15. August 1233 die Jungfrau, die sie bat, die Welt zu verlassen, und ihr Leben allein Gott zu weihen.  Am 8. September verließen die Sieben Florenz und auf dem Monte Senario vor Florenz offenbarte sich ihnen die Jungfrau in einer weiteren Vision.

Die Spiritualität des Ordens ist geprägt durch die Meditation über die Passion Jesu und die Meditation der sieben Schmerzen Mariens. Dem Orden wurde 1668 das Recht gewährt, am 15. September das Fest des Gedenkens an die Sieben Schmerzen zu begehen. 1817 fügte PIUS VII nach seiner Befreiung aus der napoleonischen Gefangenschaft das Fest in den römischen Kalender ein. 

Das Fest erinnert an die sieben Schmerzen Mariens
  1. Die Prophezeiung des Simeon (Lukas 2; 25 -35)
  2. Die Flucht nach Ägypten (Matthäus 2; 13-15)
  3. Die dreitägige Suche nach Jesus (Lukas 2; 41-50)
  4. Das Treffen auf dem Weg nach Golgatha (Joh; 19; 17)
  5. Kreuzigung und Tod Jesu (Joh; 25-39)
  6. Die Kreuzabnahme (Joh. 19; 31-37)
  7. Die Grablegung (Joh.; 38-42)

Der Servitenorden kennt einen eigenen Rosenkranz, den Serviten-Rosenkranz, der die Sieben Schmerzen Mariens meditiert. Einer Offenbarung der Heiligen Birgitta von Schweden zufolge gewährt die Heilige Jungfrau den Betern sieben Gnaden, so sie den Sieben-Schmerzen-Rosenkranz beten.