Dienstag, 8. September 2009

Mein Geburtstag

fängt immer schon am Vorabend des 8.Sept an. An diesem Abend beginnt nämlich die Große Wallfahrt zur Schmerzensreichen Mutter Gottes in Dieburg. Sowieso eine meiner Lieblingsmadonnen. Die Kapelle ist jedenfalls das Wallfahrtszentrum der Region. Am Abend findet in Dieburg eine meistens riesige (jedenfalls war sie gestern riesig) Prozession um die Kapelle statt. Als Prediger hatten wir diesmal sogar einen leibhaftigen Erzbischof (Hochwürden Schick). Die ganze Innenstadt ist mit tausenden von Kerzen geschmückt, und bei der Prozession hat man irgendwie den Eindruck, daß die Dieburger mehrheitlich auf der Straße sind, und minderheitlich zu hause (Auch wenn es nicht wirklich so ist). Ein paar Bürger saßen auch am Tisch einer Eisdiele, aber eine junge Frau aus dieser Gruppe sang trotzdem die Wallfahrslieder inbrünstig mit.
   Die Vorbeterin spricht ein reizendes Hochdeutsch, d.h. man merkt ihr an, daß sie sich ganz heftig um korrekte hochdeutsche Aussprache bemüht, während die Epistel von einer jungen Dame mit einem wundervollen Odenwälder Dialekt gelesen wird. Kirche wird hier wie Küasche ausgesprochen, und wenn sich die Odenwälder um hochdeutsch bemühen wird aus dem ch ein plattdeutscher Rachenlaut.
   Einfach hinreißend. Dieburg ist jedenfalls für die Katholiken aus der ansonsten potzprotestantischen Odenwälder Region sowas wie ein spiritueller Naherholungsort, mit einer neugotischen Hauptkirche und einem, jedenfalls von der Baugeschichte her ur- ur- uralten Wallfahrtskapellchen. (Der Ort war das Zentrum der römischen Siedlung, Kirchenfundamente aus karolingischer Zeit, Teile der Kirche sind romanisch, dann gotisch. Schließlich Ausbau im barocken Stil, Innenausstattung Rokoko) Hübsch, aber was mich an dieser Kirche wirklich anzieht, ist das Wissen und die Erfahrung darum, daß an diesem Ort wohl seit mehr als tausend Jahren die Hilfe der Muttergottes angerufen wird.
   Gebete sind hier wirksamer als anderswo.

Das Bild zeigt den gotischen Ostchor der Kirche mit dem aus der Renaissance stammenden "Kripp´sches Altar" (es geht dabei nicht etwa um die Familie Kripp, sondern um die Krippendarstellung) . Im Zug der Erweiterung der Wallfahrtskirche wurde der Hauptaltar gewestet, der Ostaltar blieb an seinem alten Platz..

Freitag, 4. September 2009

Francescani! dell! Immacolata!


Ja,ja. Ich kann gar nicht genug kriegen von den FI.

Regnum mundi et omnem ornatum ...

Regnum mundi et omnem ornatum saeculi contempsi propter amorem domini mei Jesu Christi quem vidi quem amavi in quem credidi quem dilexi.
Dies ist der Text des Responsoriums, das bei der Confess einer Nonne gesungen wird. Hier findet sich übrigens eine wundervolle filmische Darstellung des Einkleidungsrituals, auch noch mit Audrey Hephurn in der Hauptrolle. Auch in dieser filmischen Darstellung singen die Nonnen das "Regnum mundi".
Das Bild stammt aus Lanherne, der englischen Niederlassung meines Lieblingsordens, und hier findet sich ein zu Herzen gehender Bericht über die feierliche Profess zweier junger Schwestern im Kloster der FI im römisch-seraphischen Ritus.

Donnerstag, 3. September 2009

Die eugenischen Wurzeln des IPPF

Als Junglinker hatte ich noch ein recht einfaches Bild von der Welt und ihrer geologisch-politischen Verfasstheit. Die Guten waren

links
und die Bösen natürlich
rechts
Die ganz Guten waren dann

ganz weit links
und die ganz Bösen natürlich
ganz weit rechts.

Ja, die Welt war eben eine Scheibe. Doch Erfahrung und wachsende Erkenntnis führt uns zum Wissen, daß die Erde eine Kugel ist, und wenn man sich nach ganzweitlinks begibt kommt man ganzweitrechts an. Die reale Verfaßtheit der Welt ist also

⇒ganz weit links ganz weit rechts⇐

wobei die Pfeile jeweils die Bewegungsrichtung anzeigen.
Jene hübsche Konferenz, die derzeit in Berlin stattfindet und dem Namen
NGO Forum on Sexual and Reproductive Health and Development trägt, und deren Schirmherrin die allseits beliebte UNFPA wie auch die deutsche Regierung ist, und deren Financier eine Crew von sehr reichen Herren und Damen ist, die wir in weiser Erkenntnis in den Zeiten des Ruhms als Kapitalistenschweine tituliert hätten, zeigt anschaulich, was ich meine. Eingeläutet wurde das Forum heute durch unserer allerlinkeste (wenn auch nicht ganz weit linke) Ministerin, (die rote) Heidi Wieczorek-Zeul.
Doch das internet kann ja so grausam sein. Kinderleicht herauszufinden, wer auf dieser Konferenz das Sagen hat. Der IPPF, der in diesem Fall die Chairwoman MS Gill Greer stellt.
Genauso kinderleicht, herauszufinden, von welchen sympathischen Menschen der IPPF gegründet, und welche programmatischen Thesen diese Menschen - nennen wir mal Margaret Sanger - in den Zeiten vertreten haben, als die blutigen Konsequenzen einer rassistischen und sozialdarwinistischen Eugenik noch nicht so offen zutage getreten waren. Den Plan for Peace der IPPF-Gründerin Margaret Sanger aus dem Jahr 1932 sollte man immer und immer wieder lesen und zitieren, er entstand nicht nur in der selben Zeit, wie Hitlers "Mein Kampf" er atmet auch den selben Geist:
"Zweitens sollte der Kongreß ein spezielles Departement für das Studium des Bevölkerungsproblems einsetzen und einen "Bevölkerungskongreß" wählen, dessen Direktoren die verschiedenen Zweige der Wissenschaft repräsentieren; Zweck dieser Körperschaft sollte die Kontrolle und Lenkung der Bevölkerungsentwicklung durch Geburtenkontrolle und Emigrationssteuerung sein, sowie die innerstaatliche Verteilung der Bevölkerung nach den Vorgaben des nationalen Interesses und in Übereinstimmung mit den Wünschen, Fähigkeiten und Interessen der Individuen.

Die Hauptziele des Bevölkerungskongresses sollten sein:

a. Das Niveau der allgemeinen Intelligenz der Bevölkerung zu erhöhen und zu vermehren.
b. Das Bevölkerungswachstum langsam zu steigern durch Stabilisierung der Geburtenrate auf ihrem gegenwärtigen Niveau von 15 zu 1000, und Senkung der Todesrate unter ihr gegenwärtiges Niveau von 11 zu tausend.
c. Die Tore der Immigration zu schließen für den Eintritt gewisser Ausländer deren Gesundheitszustand sich nachteilig auswirken könnte auf die Gesundheit der Rasse, wie Schwachsinnige, Idioten, Dummköpfe, Kranke, Syphilitiker, Epileptiker, Kriminelle, gewerbsmäßige Prostituierte, und andere, die die Einwanderungsgesetze von 1924 an der Einwanderung hinderten.
d. Eine strikte und rigide Politik der Sterilisation und Internierung gegen die Teile der Bevölkerung durchzusetzen, deren Nachkommen bereits degeneriert sind, oder deren minderwertiges Erbgut erwarten läßt, daß sie ihre Eigenschaften auf ihre Nachkommen übertragen.
e. Das Land vor künftigen Lasten für die Versorgung der zahlreichen Nachkommenschaft zu bewahren, die von schwachsinnigen Eltern geboren werden, indem man alle Person mit übertragbaren Krankheiten mit einer Rente belohnt, die sich freiwillig für eine Sterilisation entscheiden.
f. Indem man gewisse disgenische (d.h. genetisch minderwertige) Gruppen der Bevölkerung vor die Wahl stellt, sich entweder sterilisieren oder internieren zu lassen.
g. Indem man Farmland bereitstellt und Heimstätten schafft, wo diese internierten Personen unter der Anleitung kompetenter Instrukteure zur Arbeit angehalten werden für den Rest ihres Lebens.

Der erste Schritte sollte also der Kontrolle des Inputs und Outputs von Schwachsinnigen, mental Defekten und Epileptikern dienen.

Der zweite Schritt wird zunächst darin bestehen, die Personen der sekundären Gruppe zu registrieren, wie Arme, Arbeitsunfähige, Kriminelle, Prostituierte, Drogenabhängige; sie sollten dann in bestimmte Departments aufgeteilt werden, und unter den medizinischen Schutz der Regierung gestellt werden, anschließend sollte man sie ebenfalls in Farmen internieren, oder im offenen Land, für die Entwicklung und Stärkung ihrer Moral.

Nachdem man diesen enormen Bevölkerungsteil in Lager gesperrt hat, und zwar nicht zur Bestrafung, sondern aus gesundheitlichen Gründen, könnte man sagen, daß man 15 oder 20 Millionen Menschen unserer Bevölkerung rekrutiert hat als Soldaten für die Verteidigung - für die Verteidigung der Ungeborenen gegen ihre eigenen Unzulänglichkeiten.

Nachdem wir dann die zukünftige Bevölkerung vor der Vererbung schädlicher Erbanlagen geschützt haben, nachdem wir fünf Millionen mental und moralisch Minderwertige aus der Gesellschaft ausgesondert haben, nachdem wir 10 Millionen Frauen und 10 Millionen Kinder ausreichende Versorgung gewährt haben, könnten wir unsere Aufmerksamkeit auf die Grundvoraussetzungen des internationalen Friedens konzentrieren.

In der Zwischenzeit könnten wir eine Liga der Nationen mit niedrigen Geburtenraten organisieren um den Weltfrieden zu sichern."
Margaret sprach wenigstens offen aus, was die heutigen Bevölkerungsplaner nur noch verschwiegen planen. Daß es nicht etwa darum geht, Armut und Unterentwicklung zu bekämpfen, sondern die Armen und Unterentwickelten. Mit Fug und Recht darf man die IPPF-Gründerin als präfaschistisch einstufen, und die heutige IPPF als postfaschistisch. Daß sich die reichistischen Abtreibungs- und Verhütungspropagandisten als "links" und ihre Gegner als "rechts" einstufen, bestätigt meine These. Die Erde ist eine Kugel.

Unsere Dame von Guadalupe gilt als Schutzpatronin der Ungeborenen.

Dienstag, 1. September 2009

Gebet für eine Bakunistin

   Hatte ich schon erwähnt, daß ich Anfang er 70iger Jahre Unterstützer oder Mitglied verschiedener bakunistischer Organisationen war? Sicher nicht. Das ist nichts, was einen Menschen schmückt. Die Namen dieser Organisationen waren bekannt oder auch nicht. 
   Ich bin nicht ungeschoren davon gekommen. Aber andere deckt der grüne Rasen, oder der Wüstensand, oder Schlimmeres. Ich habe mich  herauswinden können. Gut, um es genauer zu sagen, ich habe mich herausgelogen. So wie viele andere auch. 
   Daß eine von uns zum Gebet gefunden hat, habe ich vor wenigen Tagen zum ersten Mal gelesen. Und daß das nicht unriskant ist. Verena Becker sitzt wegen des Verdachtes, an der Ermordung des Generalbundesanwalts Buback beteiligt gewesen zu sein, in U-Haft. Man hat ein paar Genpartikel auf einem Bekennerschreiben gefunden. Und eine Notiz, in der von Schuld die Rede ist, und davon, daß sich Verena Gedanken macht, ob es nicht besser sei, für Buback  zu beten. 
    Bei dieser Nachricht hatte ich das Gefühl, daß wieder ein Puzzleteil meines Lebens auf seinen Platz fällt, und das Bild dessen, dem wir gedient haben, deutlicher hervortritt. Ja, wir müssen beten. Daß der Herr die Welt von den Bösen Geistern befreit, die wir gerufen haben. Ich bete für die Toten, die Gefangenen, die Einsamen, die Verarmten, die Todtraurigen. Ich werde heute abend für Verena Becker beten.

Sancte Michael Archangele,
defende nos in proelio,
contra nequitiam et insidias diaboli esto praesidium.
Imperet illi Deus, supplices deprecamur:
tuque, Princeps militiae caelestis,
Satanam aliosque spiritus malignos,
qui ad perditionem animarum pervagantur in mundo,
divina virtute in infernum detrude.
Amen.