Sonntag, 24. Januar 2010

Christmas Greetings from a Fairy to a Child

   Darf ein guter Christ an Elfen glauben? Von Gilbert Keith Chesterton könnte man lernen, daß es wenigstens aus religionspädagogischen Gründen unbedingt erforderlich ist, an Elfen zu glauben. Eine Erkenntnis, die in heutigen Zeiten, wo sich die Elfen in die Esoterikbuchläden verkrümelt haben, während die christliche Friedenspädagogik gegen Grimms Märchen zu Felde zieht - und praktisch nur noch "gereinigte" Fassungen auf dem Markt sind - schwer zu vermitteln ist. Vielleicht fällt es ja den Menschen aus dem von Elfen und Gnomen stärker bevölkerten Norden leichter, ihren christlichen Glauben mit der festen Überzeugung an die Existenz wunderlicher Wesen zu verbinden.

Christmas Greetings

(From a Fairy to a Child)

Lady dear, if Fairies may
For a moment lay aside
Cunning tricks and elfish play,
'Tis at happy Christmas-tide.

We have heard the children say--
Gentle children, whom we love--
Long ago, on Christmas Day,
Came a message from above.

Still, as Christmas-tide comes round,
They remember it again -
Echo still the joyful sound
"Peace on earth, good-will to men!"

Yet the hearts must childlike be
Where such heavenly guests abide:
Unto children, in their glee,
All the year is Christmas-tide!

Thus, forgetting tricks and play
For a moment, Lady dear,
We would wish you, if we may,
Merry Christmas, glad New Year!

Daß an Lewis Carroll und seine berühmteste Kunstfigur Alice in einem Kirchenfenster gedacht wird, wird südlicher gestimmten Menschen vielleicht etwas seltsam erscheinen, Charles Lutwidge Dodgson wird aber nun in diesem Bild in seiner Amtstracht gezeigt, schließlich war er Diakon der anglikanischen High Church.   

Kommentare:

Conservare hat gesagt…

aha... na so lange man keine Litanei an die "Alice im Wunderland" betet... aber ... ähm ja... nicht meine Welt.

Elfen... lieber hätte ich Zwölfen. Was für ein Kalauer.

Ne, also Engel sind mir da wesentlich lieber.

Johannes hat gesagt…

Ja, diesen Einwurf hab ich erwartet. Nun ja, es geht vielleicht nicht so sehr um die Elfen, als um das, was Gilbert Keith Chesterton die "Ethik des Elfenlandes" nannte. "Woran ich damals (als Kind) felsenfest glaubte und bis heute unbeirrt glaube, das sind die sogenannten Märchen. Mir erscheinen sie als der Inbegriff des Vernünftigen" "Das Märchenreich ist nichts weiter als das sonnige Land des gesunden Menschenverstandes"

Conservare hat gesagt…

Ich bin ein großer Märchen-Fan! Aber mehr so die altbackenen Grimms-Märchen. Alice im Wunderland war mir im Kindesalter leider zu kryptisch. Als Erwachsene fand ich bisher keinen Bezug zur Geschichte.

Aber Märchen sind gut, sofern sie eben auch dieses typisch tugendhafte haben. Dann darf auch eine gute Fee dabei sein :-)