Samstag, 2. Januar 2010

Waaaah! Keiner mag Feuerwerk.


   Nachdem es ja seit 25 Jahren die "Brot statt Böller" Kampagne gibt gilt es zumindest als not  evangelically correct an Neujahr rumzuballern. Die katholische Kirche hält sich da offiziell ziemlich bedeckt, aber es stimmt mich natürlich sehr sehr traurig, daß es auch unter der Blogozese ausgeprägte Feuerwerksverächter gibt.
   Als Kind wollte ich nicht nur Lokomotivführer (wie alle richtigen Männer) werden, was wohl auch an den damaligen Feuer und Rauch speienden Ungetümen lag, die damals auf den Gleisen rumpelten. Mein eigentlicher Berufstraum war Feuerwerker, vor allem weil es in der rheinischen Stadt, in der ich als Kind lebte jedes Jahr auf den Festwiesen am Rhein ein absolutes Wahnsinnsfeuerwerk gab. Ich liebe das Donnern der Böller und Raketen, die Blitze, die Farben, den Geruch. Kein Neujahrsfest ohne Pfeifen in den Ohren und ohne Brandlöcher in den ollen Klamotten, die ich dann trage. Einen Kubakracher zünden, und erst dann in die Luft werfen, wenn er 1 Millisekunde vor der Explosion steht: Pures Adrenalin. Immerhin hab ich bis jetzt noch beiden Augen, alle Finger an den Händen und vom Tinnitus blieb ich bisher verschont. Reines Glück, oder - mein Schutzengel ist wahrscheinlich auch ein Feuerwerksfanatiker.
   Nun ja, das Feuerwerk wird wohl vor allem als apotropäische Aktion gedeutet, und von seinen chinesischen Wurzeln her gesehen, ist das wohl auch so zu verstehen. Aber glauben Katholiken etwa nicht an Dämonen? Wenn ich Dämon wäre, würde ich mich jedenfalls nicht in die Nähe eines furchtlosen, mit Kubakrachern bewaffneten Katholiken wagen.

Ein gutes Feuerwerk ist einfach schön. Mitmachen noch schöner.

Kommentare:

Conservare hat gesagt…

Um die Dämonen zu erschrecken, musst du aber den Böller vorher mit exorzierten Weihwasser besprengen ... oder wie gehts auf katholisch?

Johannes hat gesagt…

Hm. Muß ich mal den Pfarrer fragen. Oder vielleicht besser doch nicht.