Samstag, 27. Juni 2009

Gruppenbild ohne ...

   Ja auch Bischof Müller, Pius-Brüder-Fresser vom Dienst, hat ein paar Diakone zu Priester geweiht. Bißchen fade, die Kittelchen, die unsere Neupriester tragen. Läßt es sich auf den ersten Blick erkennen, daß es sich hier nicht um den diesjährigen Betriebsausflug des Männergesangsverein "Harmonia" handelt, sondern um eine Priesterweihe? Eischentlisch nett wie man hierorts, im finsteren Odenwald, sagen würde. Immerhin trägt ja einer eine Bischofsmütze und einen Krummstab, aber man könnte sich sonst beinahe vertun.
   Nun mein Lieblingsbischof Müller wäre nicht Müller, wenn er nicht zuvor, selbstverständlich zum passenden Anlaß, nämlich zum Priesterjahr, in der ihm eigenen von Geist der brüderlichen Nächstenliebe geprägten dezenten Schreibe über die FSSPX herniedergedonnert hätte. "Splittergruppe", "ultrakonservativ", "liturgischer Look der 50er Jahre", "schismatischer Angriff auf die Einheit der Kirche", "häretische und schismatische Tendenzen" usw. usf..
   Nun ja, obiger Auftritt repräsentiert ja ziemlich authentisch den "liturgischen Look der 60er Jahre" für den Bischof Müller sich mit flammenden Worten in die Schlacht wirft. Ehrlich gesagt Jungs, ich bin ja nicht unbedingt ein Anhänger des FSSPX-Neo-Barock, aber das sieht echt ... na ja, es sieht nicht gut aus.
   Wenn man die Bilder der Priesterweihe und des Primizsegens Regensburg und Zaitzkofen vergleicht, kommt man schon ins Grübeln, welche Feier wohl als "katholischer" gesehen wird.

Kommentare:

Mariana hat gesagt…

"Pius-Bruder-Fresser vom Dienst" - herrlich!
Also, ich weiß ja nicht - aber wenn ich mich so grenzüberschreitend umschaue, habe ich ein wenig den Eindruck, dass, wenn Bischof Müller und seine Applaudierer nicht aufpassen, sie eines Tages aufwachen, und sich selbst im Schisma wiederfinden.

Vox Coelestis hat gesagt…

Unsere deutschen Bischöfe sind halt mal wieder besonders vom Heiligen Zeitgeist umgetrieben: Auf alles draufhauen, was nicht mit dem Strom schwimmt - das nennt sich dann heute Zivilcourage.