Samstag, 28. Mai 2011

amnesty wird 50. Kein Grund zum Feiern.


Nur wenige Menschen können so wunderbar verknautscht in die Kamera sehen, wie Peter Benenson, der Gründer von amnesty international. Irgendwie sympathisch.

Die von ihm gegründete Organisation, der ich selbst Jahrzehnte angehört habe, ist mir hingegen heute nicht nur nicht sympathisch. Vor rund vier Jahren hab ich den Verein "unter Absingen schmutziger Lieder" hinter mir gelassen. Konkreter Anlaß war die "Entdeckung" eines vorgeblichen Rechts auf "reproductive health"durch amnesty, für die, die sich vom Newspeak des Gutmenschentums noch verwirren lassen, des "Menschenrechts auf Abtreibung". amnesty, einst gegründet zur Verteidigung von Menschen, die ihr Gewissen und die Inanspruchnahme des Rechts auf freie Meinungsäußerung ins Gefängnis brachte, ficht heute gegen Gesetze, die die Tötung von ungeborenen Kindern verbieten. "Reproductive health is a human right". Newspeak, wie man in sich verlogener und perfider kaum vorstellen kann.

Irene Khan. ehemalige Generalsekretärin von ai, hat 2006 die neue Pro-Abtreibungspolitik von amnesty in einem Interview mit der Schweizer "Weltwoche" damit begründet, daß es "gemäß Menschenrechtsgesetzgebung" "kein Recht auf Leben für einen Fötus", das sei auch"die Position des Europarats". Womit Irene Khan, zumindest bezogen auf den Europarat, so unrecht nicht hat.

Anfang des Jahres war zu lesen, daß Frau Khan, die immer so stolz darauf war, die erste Frau und die erste Muslimin an der Spitze von ai zu sein, sich den Abschied von ai mit einer Abschlußzahlung von 533.103 £ hat vergolden lassen.

Der Gedanke daran, mit welchen Idioten ich viele Jahre meines Lebens meine Zeit verplempert habe, dreht mir heute abend mal wieder den Magen um.

War amnesty eine politische und humanitäre Fehlinvestition? Haben tausende von hochherzigen, engagierten Menschen nur ihre Zeit verschwendet? Es spricht einiges dafür. amnesty war eine, wie Augstein sagen würde "im Zweifel linke" Organisation. Der Anspruch der Universalität der Menschenrechte wurde nie wirklich umgesetzt. Politisch hatte ai stets einen blinden Fleck auf dem linken Auge. Angesichts der Herkunft ihrer Gründer kein Wunder. 

Doch an der Realität der politischen Verfolgung auf dieser Welt geht ai seit Jahren vorbei. Die wachsende Verfolgung religiöser, meist christlicher Minderheiten ist kaum Thema. Wer auf solche Informationen angewiesen ist, wie der Rechtsanwalt "Johannes" muß sich woanders umsehen.

Peter Benenson konvertierte als junger Mann zur katholischen Kirche. Sein Glaube war unbestritten eine der Triebfedern seines Engagements für Gefangene und Verfolgte. ai propagiert heute nicht nur das "Menschenrecht auf Abtreibung" sondern ermutigt auch "Gay Pride"-Aufmärsche, die die Kirche verspotten und beleidigen. In seinem aktuellen Jahresreport wird der Vatican-Staat gar als "Verfolgerstaat" eingestuft.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Haben Sie zu diesem Jahresbericht von ai, in dem der Vatikan als Verfolgerstaat bezeichnet wird, einen Link, ein Zitat? Das ist der Hammer.

Johannes hat gesagt…

Der link findet sich im Post. Hier noch einmal: http://areluctantsinner.blogspot.com/2011/05/amnesty-international-attacks-catholic.html

Akatair hat gesagt…

Da möchte ich auch auf die IGfM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) hinweisen, die Beträchtliches auf dem Gebiet der Menschenrechte leistet und leider neben AI viel zu wenig Beachtung findet.

Johannes hat gesagt…

@akatair. Die IGFM ist aus der Arbeit für Menschenrechte im "Ostblock" entstanden. Sie ist also "rechts". Deshalb darf sie auch zur Strafe nicht dem Verbund um die Seite "asyl.net" angehören. Die IGFM ist leider sehr klein und für die professionelle Arbeit deshalb nicht tauglich. Vor den Gerichten sind Gutachten von ai gebräuchlicher. Die fatale Arbeitsteilung sieht heute so aus: ai kümmert sich um die "Verfolgung" der LGBT-Gemeinde, IGFM um die Religionsfreiheit, die übrigens nicht zu den "Themen" von amnesty gehört. www.amnesty.de/themenberichte

Eibi hat gesagt…

Ach eine Muslimin.. alles klar.

Ist denn noch niemandem aufgefallen das all die "Internationalen Organisationen" schon längst von Menschen aus anderen Kulturen übernommen worden sind die unter dem Deckmantel der "freien Meinungsäusserung" und "Toleranz" ihre Intoleranz durchsetzen?

So ist es in der UNO Menschenrechtsblabla Gruppe, die letztes Jahr von Ghaddafi geleitet worden ist und bei der UNO Klimatruppe führt ein Indischer Milliardär.

Das sind nur Werkzeuge zum Psychologischen Kampf gegen "den Westen" damit er sich deinstrualisiert und so weiter..

Templarii - recognoscere.wordpress.com