Freitag, 8. April 2011

Kann mir mal jemand sagen ...



Warum an Pfingsten die Petrusbruderschaft vom Paris nach Chartres pilgert, während die Piusbruderschaft von Chartres nach Paris pilgert?

Der Jingle der N.D. de Chrétiente gefällt mir jedenfalls besser



Und außerdem hab ich, was ich ja schon wußte, mal wieder gelernt, daß die Franzmänner mindestens genauso einen Aküfi haben wie die Deutschmänner. 1968 hab ich gelernt, daß in Französisch eine Demo eine Manif ist. Jetzt hab ich gelernt, daß eine Wallfahrt, also eine Pelerinage eine pelé ist. Geht einer von Euch auf die pelé von P. nach C.? oder von C. nach P.? Ist das überhaupt was für immerhin demogestählte 68er, die inzwischen schon ein bißchen tatterig werden? 40 km zu Fuß am Tag ist ja schon hart. Und wenn ich mir die Filme von dieser pelé ansehe, sind die meisten so um die zwanzig.

Also falls es  jemand nicht weiß: eine Demo ist eine Demonstration, eine  Manif eine Manifestation. Und eine pelé ist eine Pelerinage. Was wäre das dann in Deutsch? Eine Wallf? Oder eine Wallfa? Oder bloß eine Wall? Rätsel über Rätsel.

Kommentare:

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Bis zu den Bischofsweihen von Econe pilgerte die "französische Tradition" geschlossen mit der Piusbruderschaft von Paris nach Chartres (war auch zwei- oder dreimal dabei). Nach den Bischofsweihen (und dem Auseinanderfallen der "Szene" in zwei Blöcke aus gegebenem Anlass) holte sich der Veranstalter der Wallfahrt die Petrusbruderschaft & Co. ins Boot, derweil die Piusbruderschaft eine eigene Wallfahrt auf die Beine stellte, von Chartres nach Paris. Es soll sogar vorkommen, daß sich beide Pilgerzüge etwa in der Mitte auf - wenngleich größere - Sichtweite begegnen.

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Nochwas: Der Jingle, genauer: das offizielle Wallfahrtslied, war - jedenfalls anfangs (und wahrscheinlich noch) - bei beiden Wallfahrten gleich, nur der Text wurde bei der Wallfahrt nach Paris natürlich etwas geändert.

Dybart hat gesagt…

Es wäre wohl eine WaFa. Es heißt ja auch KiGo und MoGo. Bin allerdings nicht daran interessiert, daß sich das durchsetzt.

Dorothea hat gesagt…

Bleibt noch die Frage ob da nur oberfitte Zwanzigjährige das Mitlaufen schaffen. Danach siehts jedenfalls aus.

Anonym hat gesagt…

Es können bei diesen Wallfahrten der Tradition auch "nicht durchtrainierte, Nicht-Zwanziger" ohne Probleme mit. Es gibt alle paar km Sammelpunkte (, wo auch Blasen und Ähnliches von Maltesern, Rotkreuz-Leuten, verarztet werden. Bei der Richtung nach Paris ist es wohl auch so, aber da war ich noch nicht mit), wo Busse halten und von wo aus man bis zum nächsten Sammelplatz fahren kann. Damit nicht einige bis zum abendlichen Lagerplatz durchfahren, muss man zwischendurch aussteigen, zum Weiterlaufen oder zum (bei der nächsten Tour) Weiterfahren. Für mehrere hundert mitlaufende Kinder gibt es von vornherein kürzere Tagesetappen um die 10km. Auf gloria-tv gibts einige Filmclips in verschiedenen Sprachen über diese Fußwallfahrt, wo Tausende aller Altersstufen mitlaufen. Als Ende der 90er Jahre Kard. Ratzinger das Hochamt am Pfingstmontag hielt waren es fast 20 000 Teilnehmer beim Abschlussgottesdienst in Chartres).

Jens hat gesagt…

Der Pariser Kardinal beehrte im letzten Jahr die Pilger der Chartres-Wallfahrt der Ecclesia-Dei-Gemeinschaften mit seiner Präsenz und fand lobende Worte.

Die Messe der Pius-Bruderschaft vor der Herz-Jesu-Basilika auf dem Montmartre in Paris wurde im Namen des "Laizismus" auf Betreiben der Grünen und Trotzkisten vom Stadtrat verboten. Die Pius-Bruderschaft fordere das soziale Königtum Jesu.

Die Unterschiede sind subtil, aber nicht unwesentlich.