Samstag, 16. April 2011

Die neuen Kulturkämpfer: Lesbischwultransgender, links, grün, feminazistisch und atheistisch


Nun demonstrieren sie wieder, oder genauer gesagt, sie gegendemonstrieren. Für den Besuch des Papstes hat das "bunte Bündnis"aus Lesbischwultransen, Feminazis, Grünen, "Humanisten", Atheisten, Sozis zu einer Gegendemonstration aufgerufen. Wie üblich unter einem titulus, der einem Faustschlag ins Gesicht gleichkommt: "Der Papst kommt". Schon dafür meine allerherzlichsten altantiautoriären Grüße.

Komische Sache das. Denn der Papst kommt ja nicht zum demonstrieren. Vielmehr hält er als Staatsoberhaupt einen Staatsbesuch ab, und zelebriert als Bischof von Rom eine Heilige Messe. Also wo keine Demonstration, da auch keine Gegendemonstration. Aber das nur nebenbei.

Demonstriert habe ich in meinem Leben ja viel, man könnte das Demonstrieren schon fast als meine Passion ansehen. Ich demonstriere immer noch gern, auch wenn der Herr Pfarrer seine Stirn runzelt, wenn ich die Fronleichnamsprozession als Demo ansehe. Sie ist eine, nämlich die öffentliche Bekundung des freien Bekenntnisses freier Bürger zur katholischen Kirche. Die Teilnehmer einer Fronleichnamsprozession nehmen die selbstverständlichen Rechte des Bürger eines freiheitlichen Rechtsstaats in Anspruch, nämlich das Recht, sich unbewaffnet unter freiem Himmel zu versammeln, das Recht auf freie Ausübung ihrer Religion und das Recht auf das öffentliche Bekenntnis zu dieser Religion. (Das im übrigen nur die EMRK explizit benennt, nicht das GG)

Gegendemonstriert habe ich trotz meines faibles für Demonstrationen noch nie. Ich fand das, auch in meinen linksradikalen Zeiten, absurd. An Demos "gegen Rechts" habe ich mich nie beteiligt. Rechtsstaatliches Denken ist mir ja gewissermaßen von Berufs wegen eingeimpft worden. Eine politische Versammlung dient der Kundgabe der eigenen "Meinung", nicht der Verhinderung der Meinungskundgabe anderer. Doch "Gegendemonstrationen" sind geradezu zum Ausweis demokratischer Gesinnung geworden. Dabei sind Gegendemonstrationen schon aus Prinzip Bekundungen rechtsstaatsfeindlicher Gesinnung.

Das Kartell nun, daß da "gegen den Papst" demonstrieren will, ist für mich ein Pandämonium wirklicher Feinde der Freiheit.

Es ist ungemein interessant, den gemeinsamen geistigen Hintergrund dieser Vereine zu untersuchen, der Aufruf des LSVD zeigt, worum es geht. Benedikt XVI nenne die "freiheitliche Gesellschaft eine "Diktatur des Relativismus"". Id est. Was uns da begegnet, sind die Kampftruppen der Dekonstruktion. 

Der LSVD, der seine Existenzberechtigung aus der Lehre ableitet, daß sich homosexuelle Partnerschaften von "heteronormativen" Ehen nicht unterscheiden. Ungleich ist gleich. Gewissermaßen das Grundgesetz der relativistischen Gesellschaft. Man muß sich nicht wundern, warum die Interessenvertretung einer kleinen gesellschaftlichen Minderheit genug Einfluß besitzt, um ihre Sicht der geschlechtlichen Dinge durchzusetzen. Es geht nicht um die "Rechte" der Homosexuellen, es geht, wie es Reimut Reiche einmal genannt hat, um die "Homosexualisierung" der Gesellschaft, um die Durchsetzung homosexuellen Verhaltens als gesellschaftlich normativ.

Margaret Sangers Pro familia ist auch dabei. Wie immer. Ein Verein, der seit jeher das "Menschenrecht auf Abtreibung" propagiert. Und das Menschenrecht auf Leben damit untergräbt. Eine der vielleicht wirkmächtigsten Vereinigungen der Neuzeit, die Speerspitze der pressure groups, die den "New Moral Code" durchgesetzt haben.

Kommen wir zu den Grünen. Bei denen dürfen ja auch eingeschriebene Katholiken Mitglied sein. Was mich als mehr als ein Jahrzehnt eingeschriebener Ex-Grüner nicht wirklich wundert. Die katholischen Grünen sind ja auch danach. Und bei den Grünen rächt es sich bis heute, daß sie nie einen eigenen Weg gefunden haben zwischen links, liberal und konservativ, zwischen agnostisch und religiös, zwischen sozialistisch und kapitalistisch  . Das Ökothema hat alles überdeckt und hat die Ausbildung einer über Atomkraft-Nein-Danke hinausreichenden Programmatik verhindert. So sind die Grünen vor allem eines. Multikulti bis ins innerste Mark. Wenn man die deutschen Parteien danach sortiert, welche wohl dem relativistischen Zeitgeist am nächsten sei, dann fällt mir die Wahl nicht schwer. Zweifellos die Grünen. Und da der Zeitgeist nun mal dem Relativismus huldigt, sind sich auch die Partei der Zeit. Bis diese Zeit untergeht. Und das könnte sehr bald sein.

Das HVD und Giordano-Bruno-Gesellschaft dabei sind, als Sprachrohr des deutschen Neo-Atheismus ist ja Ehrensache. Über diese Verbände muß in diesem Zusammenhang nicht viel gesagt werden, nur daß sie in diesem Bündnis die als "bürgerlich und konservativ" eingeschätzten Grünen dort einnorden, wo sie hingehören. Sag mir mit wem Du gehst, und ich sag Dir, wer Du bist.

Eine Gegendemonstration. Das Bild ist am Rand des Weltjugendtages aufgenommen worden.

Kommentare:

Lauda Sion hat gesagt…

schön auf den punkt gebracht, hab dich mal verlinkt, auf fb. pax

Laurentius Rhenanius hat gesagt…

Danke! Die Gedanken zur "Gegendemo" waren für mich ebenso neu wie einleuchtend.