Freitag, 14. August 2009

Vor 60 Jahren: Katholizismus besiegt Sozialismus

   Heute vor 60 Jahren durften die Nachkriegsdeutschen zum ersten Mal die Abgeordneten des Bundestags wählen. Gegen alle Prognosen, die einen Sieg der Linken vorhersagten, gewann die katholisch geprägte CDU. Über diese Phase der deutschen Politik sollte dann später ein gewisser Dichterling, von dem man ein bißchen sehr spät erfuhr, daß er sich freiwillig zur Waffen-SS gemeldet hatte, und ausgerechnet in diesem Zusammenhang sagen:
Wir hatten Adenauer, grauenhaft, mit all den Lügen, mit dem ganzen katholischen Mief. Die damals propagierte Gesellschaft war durch eine Art von Spießigkeit geprägt, die es nicht einmal bei den Nazis gegeben hatte.
   Nun ja, 1972 als ESPEDE-Wähler (ach, ach, wie viel muß ich auf diesem Blog noch beichten) sah ich das wohl auch so ähnlich. Heute sehe ich die 50iger Jahre als Zeit des demokratischen Aufbruchs, der kulturellen Erneuerung, und als Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs wird diese Zeit sowieso von dem meisten gesehen. Nun bin ich ausgerechnet in einer Gemeinde gelandet, die von eben diesen 50er geprägt, ja damals erst entstanden ist. Nun, es gibt keine Zufälle, ich sagte es ja bereits.

Kommentare:

Stanislaus hat gesagt…

Naja, diese Prägung erklärt manches ...

Vox Coelestis ...................... hat gesagt…

Was gäb ich drum, herrschte heute in der Gesellschaft wieder etwas mehr "Adenauer-Mief" ... zumindest jener Teil, der eindeutig besser gewesen sein dürfte als dieser "emanzipatorische" Hedo-Ego-Ismus, der heute zunehmend "grassiert" ...

(ja ja, leicht nostalgisch umflort und furchterbar reaktionär: VC)

München1 hat gesagt…

Erst gestern hatte ich in einem Biergarten eine intensive Diskussion mit einem SOZI.
Selbst wohlhabend und Besitzer einiger Eigentumswohnungen setzt weiterhin auf die SPD.
Grund?
Sie ist ausgeglichen und schafft es die Politik mit Niveau und Vernunft zu präsentieren.
Vor Lachen wäre ich beinahe von der Bierbank gerutscht.
Als ich dann auflistete, dass die Bundesgesundheitsministerin Schmidt in der sogenannten Dienstwagenaffäre trickste und der schwule Wirtschaftsmann im SPD-Schattenkabinett sich mit Spekulieren fast 70 Millionen Euro verdiente und das nicht gerade zu einem Sozi passe, hörte ich nur: "Du bist zu einseitig. Deine Ausrichtung hindert dich daran zu denken!"

Wie gut, dass ich weiss, dass Sozis mit Fakten nicht umgehen können.

Saschi hat gesagt…

Was nu? SPD oder Anarchist?