Sonntag, 27. Februar 2011

Ad Memorandum 2011: Alice fiel bei Jena


Der Tag, an dem das Feudalzeitalter endete, also das Zeitalter einer auf Privilegien, Standesherkunft und gesellschaftlichem Rang bestehenden Gesellschaftsordnung, läßt sich für Deutschland, genauer gesagt für Preußen, Deutschlands damals größtem und mächtigstem Staat, genau bestimmen. Es war der Tag der Schlacht bei Jena, der 14. Okt. 1806. Dieses Datum sollte man sich genau merken. Denn das Licht der neuen Zeit, die an diesem Tag anbrach, beginnt zu verdämmern. Denn wir befinden uns im Zeitalter der Quote. Wir befinden uns im Zeitalter von Alice Schwarzer. Das Zeitalter der Gleichheit vor dem Gesetz dämmert dahin, es beginnt das Zeitalter der Gleichmacherei nach dem Gesetz.

Aber zurück zur Schlacht von Jena. Die preußische Armee war der napoleonischen teilweise an Mannschaftsstärke und Bewaffnung überlegen. Doch woran sie krankte, und was schließlich die Ursache für ihre Niederlage war, haben die preußischen Militärreformer Gneisenau, Scharnhorst und Clausewitz scharfsinnig analysiert und in wenigen Jahren in tiefgreifenden Reformen beseitigt. Die Armee krankte, kurz gesagt, an der von Privilegien, Traditionen und der Verachtung des niederen Volkes geprägten preußischen Gesellschaft. Sie produzierte eine Armee, deren einfache Soldaten sich vor allem aus dem einfachen Volk rekrutierte, weil die besseren Herrschaften sich eine Exemtion erkaufen konnten. Sie produzierte eine Armee, der Spitzenpositionen ausschließlich durch Adlige besetzt waren, weil anderen die Offizierslaufbahn versperrt blieb, und deren höchste Postionen nicht nach dem Leistungs- sondern nach dem Anciennitätsprinzip besetzt waren.

Aus der Niederlage von Jena und Auerstadt erstand ein neuer Staat, der sich an dem seitdem ehernen Prinzip zu orientieren hatte, daß nur der ein Amt besetzen durfte, der sich dies durch Eignung, Leistung und Befähigung verdient hatte. Dieses Prinzip hat in unserem Land nach wie vor Verfassungsrang.

Vorwärts also zu Neuzeit. Oder dem, was sich dafür hält. Es ist schon bemerkenswert, daß die Neuerer der 70iger Jahre ein System wieder adoptiert haben, daß 170 Jahre zuvor in einer blutigen Schlacht als das unterlegene starb. Das System der Verteilung gesellschaftlicher Position nicht nach Eignung, Leistung und Befähigung, sondern nach persönlichen Eigenschaften. Es wird begründet mit der Behauptung, anders ließe sich die Emanzipation Benachteiligter nicht voranbringen. 

Also schuf man weltweit ein System der Quote. Ein System, das Ämter, und mit der Verhängung einer gesetzlichen Quote für "Diskriminierte" für private Unternehmen, auch gesellschaftliche Postionen nicht nach den für eine postfeudale Gesellschaft geltenden Prinzipien der Eignung, Leistung und Befähigung, sondern nach Geschlecht, Rasse, Hautfarbe, Religion und nach Inkrafttreten der Menschenrechtskarta der EU auch nach "sexueller Orientierung" vergibt. Den Quotenschwarzen hat uns schon die affirmative Action der 60er Jahre beschert, es folgte die Quotenfrau, und den Quotenchristen oder Quotenmuslim gibt es in der unglücklichen libanesischen Gesellschaft und so manch anderem Land schon länger. Der Quotenschwule beglückt uns mittlerweile in jeder Soap-Opera, und in der Politik kann man bestens reüssieren, wenn man erklärt man sei schwul, und das sei gut so.

Tief verankert ist mittlerweile der Irrglaube, daß jeder und jede für Jegliches geeignet sei, und daß es sich um Diskriminierung und die Folge von Diskriminierung handele, wenn gesellschaftliche und staatliche Positionen nicht gleichmäßig nach Maßgabe persönlicher Eigenschaften verteilt werden. So begegnet uns die Refeudalisierung der Gesellschaft unter der Fahne der Nicht-Diskriminierung.

Zeitgeistig wie es ist, ist das Memorandum 2011 von dieser neofeudalen Gesinnung gepägt. Ist es denn wirklich so schwer zu verstehen, daß eine "Lebenspartnerschaft" zweier Homosexueller nicht mit einer Ehe zwischen Mann und Frau gleichzusetzen ist? Offenbar, den der klassische Satz von der Gleichheit vor dem Gesetz ist mittlerweile durch das Gebot der "Nichtdiskriminierung" ersetzt. 

Nein, ich bin kein Militarist. Aber ich bin schon in einer Familie aufgewachsen, in der die Väter- und Großvätergeneration wenigsten zeitweise und mit Stolz eine Uniform trug, meist die des preußischen Heeres oder der kaiserlichen Marine. Und meinen Clausewitz habe ich gelesen. Die Gründe für dieses Studium nenne ich aber besser mal nicht. Zu lernen war, daß Krieg die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln sei. 

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

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Anonym hat gesagt…

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