Donnerstag, 8. Oktober 2009

RATATATATATATATATATA!!!!!!!!!!!!!!

Das Bild stammt aus einem meiner Lieblingsfilme mit Brigitte Bardot (Viva Maria!). Außerdem entspricht es meiner heutigen Stimmung, nachdem ich mir mal wieder diesen Blog angesehen habe. ACHTUNG!!!!! Den sollten wirklich nur Christenmenschen anklicken, die innerlich VÖLLIG gefestigt sind, ABSOLUT zur Gewaltfreiheit entschlossen, die KEINESFALLS zu Wutanfällen irgendwelcher Art neigen.
   In dem Film spielt Brigitte die Tochter eines Anarchisten, der Film beginnt mit einem Bombenanschlag. Fand ich damals super. Nachdem ich jahrelang unter Anarchisten gelebt habe, find ichs nicht mehr ganz so lustig. 
    Heute ist Brigitte eigentlich durchgehend in bombiger Stimmung, für ihr letztes Buch (Ein Ruf aus der Stille) hat sie sich allein fünf Beleidigungsklagen und Strafverfahren eingehandelt. Ich besitze es (natürlich vor allem wegen der wunderschönen Bardot-Fotos *grins*). Ehrlich gesagt, teile ich ein bißchen ihre Verachtung der Jetztzeit und ihr faible für die vor-sechziger Jahre.
...Die Fische sind viereckig, die Hühnchen in Plastik eingeschweißt. die gefriergetrockneten Käsesorten schmecken alle gleich, nämlich nach gar nicht, denn die entrahmte und sterilisierte Mich hat weder Eigengeschmack noch sonst einen Geschmack, der Schinken, vollgestopft mit Konservierungsmitteln, schwimmt in einer Flüssigkeit, wenn man ihn auch seiner Plastikhülle nimt. Das Fleisch, das schon beim Metzger wenig appetitanregend aussieht, erinnert im Supermarkt an ein Leichenschauhaus...
...Natürliches Aussehen entspricht nicht mehr der modernen Schönheitsvorstellung.
Man muß heute aussehen wie Barbie, muß den Mund von Béatrice Dalle haben, die Brüste von Pamela Anderson, die Augen von Isabelle Adjani und die Haare von Sharon Stone, die Figur von Claudia Schiffer und die Beine von Adriana Karembeu. Als Dreingabe gibt es Schwachsinn und zwar gratis. 
...Man hat nicht mehr das Recht, in aller Ruhe seinen Hund auszuführen ...
...Man darf nicht mehr rauchen...
...Wie sehr sich doch alles in fünfzig Jahren verändert hat.
...Auf Arte habe ich mir gerade alte Filme von Jacques Tati angeschaut: Tatis Schützenfest und die Ferien des Monsieur Hulot. Mir wurde wehmütig, als ich mich in diese Zeit zurückversetzte, die für immer vorbei, so nah und doch so fern ist.
...Die Glocken läuteten zur Sonntagsmesse.
Die Landpfarrer hielten ihren Schäfchen flammende Reden von der Kanzel herunter. die Messe wurde auf Latein gelesen, dem Kruzifixus zugewandt, mit dem Rücken zur Gemeinde, und ohne Mikrofon. Die Pfarrer wurden an der Soutane erkannt. Die Hauben der Schwestern beruhigten die Internatsschüler sowie die Kranken.
Das war die Ruhe vor dem Sturm.
Das war das Glück in der besten aller möglichen Welten.
...Die winzige Marienkapelle, die sie hatte errichten lassen, war das Ziel ihres täglichen Spaziergangs.
Sie fühlte sich stark zur Jungfrau Maria hingezogen.
Wenn die Bürden ihres Lebenskampfes zu schwer wurden, sodaß sie den Boden unter den Füßen verlor, wandte sie sich, genau wie Don Camillo, Hilfe suchend an die Muttergottes, die die Arme nach ihr ausstreckte.
Sie erbat nichts für sich. Niemals.
   Manches in diesem Buch ist ein bißchen schräg. Aber ich kann ihr nachfühlen. Sehr gut sogar. 

Kommentare:

Stanislaus hat gesagt…

Ich liebe gewalttätige Frauen!

Alipius hat gesagt…

a) Ich finde das Gewehr zu klein.

b) Mein Lieblingspart auf der von Dir verlinkten Seite: "Einem antifaschistischen Selbstverständnis widerspricht das Verbrennen von Büchern jeglicher Art..." in Tateinheit mit den "selbsternannten Lebensschützern". Wie die selbsternannten Antifaschisten dazu in der Lage sind, diesen Balken im eigenen Auge NICHT zu verspüren, wird mir für immer ein Rätsel bleiben. Arme Seelen.

Vox Coelestis hat gesagt…

Stanislaus, dann gib bei Google doch mal wahlweise

a) Uta+Ranke+Heinemann oder
b) girls+and+guns ein.

Welches Schweinderl hätten's denn gern?

Stanislaus hat gesagt…

Ich sagte Frauen und keine Faltenrockweiber!

Vox Coelestis hat gesagt…

Also eher Link b ...